Aktuelle Nachricht über True-Crime-Podcast

Tödliche Liebe in der Kritik.

Der True-Crime-Podcast „Bayern 3 True Crime“, in dem der bekannte Strafverteidiger Alexander Stevens und Moderatorin Jacqueline Belle Gewaltverbrechen aufarbeiten, ist in die Kritik geraten. Anlass ist insbesondere die begleitende Live-Show „Tödliche Liebe“, in der ein realer Mordfall aufgegriffen wurde. Noch dazu gegen den ausdrücklichen Willen der Angehörigen. 
Dabei wurden Elemente wie ein Interview mit dem rechtskräftig verurteilten Täter und eine Publikumsabstimmung über dessen Schuld eingesetzt, was Opfervertretungen und PolitikerInnen als unsensibel erachten. KritikerInnen bemängeln zudem, dass Stevens als früherer Verteidiger des Täters an der Show beteiligt war und dadurch eine klare Trennung zwischen juristischer Verantwortung und Unterhaltung verwischt werde. ¹

Die Schwester des Mordopfers sprach von einer „Zumutung“: Der Fall sei zur Unterhaltung ausgeschlachtet worden, obwohl sie frühzeitig um Rücksicht gebeten hatte. ² Danach zog der Bayerische Rundfunk (BR) Konsequenzen: Die Zusammenarbeit mit Stevens im Podcast soll ab Ende Juli beendet und das Format personell wie inhaltlich überarbeitet werden. Zudem will sich der BR von der Live-Show distanzieren und die Nutzung seines Logos einstellen. ³

Quellen:

  1. wr-magazin.de – True-Crime-Kritik und Kritikpunkte zum Live-Podcast/Show (https://wr-magazin.de/true-crime-kritik-br-stevens/)
  2. übermedien.de – Kritik an „Mord-Show“ und Umgang mit betroffenem Fall (https://uebermedien.de/103465/die-mord-show-mit-guetesiegel-vom-bayerischen-rundfunk/)
  3. mittelbayerische.de – Kritik an Podcast-Show führt zu Konsequenzen (https://www.mittelbayerische.de/nachrichten/bayern/nach-kritik-an-podcast-show-br-beendet-zusammenarbeit-mit-anwalt-alexander-stevens-18997754)